Wer Bäume setzt, obwohl er weiss, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird,hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Rabindranath Thakur
Ich habe ursprünglich eine kaufmännische Lehre auf einer Gemeindeverwaltung absolviert. Es hat mich schon damals nach „draussen“ gezogen. Es folgte ein Jahr als Gemeindearbeiter, 4 Jahre biologisch dynamische Bauernlehre, insgesamt 30 Jahre im sozialen Bereich immer im Kontext mit Landwirtschaft oder Garten. Ausbildung zum Arbeitsagogen, Permaculture Design Course (PDC) und die Ausbildung zum Baumwarten in der Obstbaumschnittschule in Deutschland runden das Ganze ab.


Ich bringe den Bäumen Aufmerksamkeit entgegen, schaue, dass sie wieder ihre Struktur erhalten wenn sie aus dem Lot sind, schaue, dass die Jungbäume einen guten Start bekommen, sei es durch eine fachgerechte Pflanzung, den Erziehungsschnitt und den jährlichen Schnitt in den ersten 12 - 15 Jahren. Ich kontrolliere jährlich die Anbindung und den Verbiss-Schutz und entferne allfällige Bindungen und Spreizhölzer in der Krone vom Vorjahr. Falls ein schwacher Jahrestrieb bei den Jungbäumen vorliegt, hacke ich die Baumscheibe und bringe Kompost oder Dünger ein. Ich kümmere mich um Verletzungen, bringe einen Verband inklusive Lehmpackung an und achte selbstverständlich darauf, brütende Vögel nicht zu stören. Ich entlaste Bäume bei einseitigem Wuchs und entferne Misteln.
Weil ich selbst gesehen und erlebt habe, was man im Umgang mit Bäumen und Sträuchern alles falsch machen kann. Es reicht nicht einen Baum gepflanzt zu haben, auch wenn dies ein sehr schöner Moment sein kann und wunderbar mit feierlichen Anlässen verbunden wird (Hochzeit, Geburt, Einweihung etc.). Oft werden Bäume gepflanzt und mehr oder weniger vergessen. Gerne
schenke ich ihren Bäumen meine Aufmerksamkeit. Gerade die ersten Jahre sind sehr entscheidend... Wird der Jungbaum nicht regelmässig geschnitten, können die oft viel zu langen Triebe mit der Fruchtlast abhängen und schlussendlich brechen. Schlitzäste, wenn nicht frühzeitig angegangen, können nur mit viel Aufwand umgewandelt oder müssen so belassen werden wie sie sind (mit
dem Risiko, dass diese Äste irgendwann abreissen).
